Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

WIE gelingt der Übergang zur Kreislaufwirtschaft
im Bauwesen?

Der Gebäude- und Bausektor verantwortet global fast 40 Prozent der CO2-Emissionen und erzeugt einen Großteil des weltweiten Abfallaufkommens. Knappe Ressourcen, unbeständige Materialpreise und steigende regulatorische Anforderungen zwingen die Branche zu einem grundlegenden Umdenken. Die Abkehr von linearen Bauprozessen hin zu langlebigen, trennbaren und wiederverwendbaren Konstruktionen ist zwingend erforderlich, um Klimaziele zu erreichen und die Wirtschaftlichkeit künftiger Immobilienprojekte abzusichern.

WARUM
zirkuläres Bauen
die Branchendynamik bestimmt

Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft minimiert Projektrisiken im Kontext strengerer ESG-Kriterien. Modulares Bauen fungiert hierbei als Katalysator: Standardisierte Module ermöglichen den zerstörungsfreien Rückbau sowie die Wiederverwendung kompletter Raumeinheiten oder Baustoffe. Dieser „Design for Disassembly“-Ansatz verlängert den Lebenszyklus von Bauwerken signifikant und etabliert ressourcenschonende Wertschöpfungsketten in der Immobilienwirtschaft.

Quellen: Deloitte Digital, 2025 commercial real estate outlook, 2025; AFIRE; CBRE Group; Holland Partner Group, 2022 Afire international investor survey report, 2022

WELCHE VORTEILE BIETET
die zirkuläre Bauweise?

Eine transparente Ökobilanzierung erfasst Treibhausgasemissionen von der Herstellung und dem Transport über die Errichtung und Nutzung bis zum Abbruch. Dies ermöglicht die Identifikation und Aktivierung der größten Einspaghebel entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., DIE KLIMARUNDE BAU, 2021

Liegen am Lebensende eines Bauwerks valide digitale Material- und Konstruktionsdaten vor, lässt sich das rückgebaute Objekt wesentlich einfacher als Sekundärrohstoffquelle für die Kreislaufwirtschaft nutzen.
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., DIE KLIMARUNDE BAU, 2021

Der gezielte Ersatz treibhausgasintensiver Materialien wie Zement und Beton durch alternative, nachwachsende Rohstoffe senkt die Umweltwirkung drastisch. Klassischer Zement weist im Vergleich zu Holz einen etwa viermal so hohen Primärenergiegehalt auf.
Quelle: René Muschter, Nachhaltigkeit in der Bauindustrie – Daten & Fakten, 2025

Die Verwertung von Bau- und Abbruchabfällen bewegt sich in Deutschland mit einer Quote von 92,28 Prozent bereits auf einem hohen Niveau (EU-27-Durchschnitt: 90,5 Prozent). Seriell gefertigte, kreislauffähige Modulsysteme sichern diese hohen Quoten auch für zukünftige Rückbauzyklen, indem sie stoffliche Trennbarkeit garantieren und Verwertungskapazitäten entlasten.
Quelle: Eurostat; Statista, Recovery rate of construction and demolition waste in the EU-27 2022,  2022

WELCHE ROLLE SPIELT DIESES
THEMA AUF DER MODULAR BUILD?

Die MODULAR BUILD bringt Architekt:innen, Bauunternehmen, Kommunen, Investoren und politische Entscheidungsträger:innen zusammen, um modulare Wohn- und Arbeitskonzepte praxisnah zu diskutieren.

Skalierung zirkulärer Lieferketten im seriellen Bauen

Skalierung zirkulärer Lieferketten im seriellen Bauen

Strategien für den zerstörungsfreien Rückbau von Modulen

Strategien für den zerstörungsfreien Rückbau von Modulen

Nachhaltige Baustoffe für die industrielle Vorfertigung

Nachhaltige Baustoffe für die industrielle Vorfertigung

Integration von Gebäuderessourcenpässen in die Planung

Integration von Gebäuderessourcenpässen in die Planung

Plattform für konkrete Umsetzung – nicht nur für Visionen

Plattform für konkrete Umsetzung – nicht nur für Visionen

Häufige Fragen zu Nachhaltigkeit und Recycling

In Deutschland werden bereits 92,28 % der Bau- und Abbruchabfälle wieder in den Kreislauf überführt, womit das Land leicht über dem ohnehin hohen EU-27-Schnitt von 90,5 % liegt. Diese Quoten zeigen, dass die technologische Basis für zirkuläre Prozesse in der Praxis etabliert ist.
Quelle:
Eurostat; Statista, Recovery rate of construction and demolition waste in the EU-27 2022,  2022

Die Wahl der Baustoffe zeigt maßgeblich die im Gebäude gebundene graue Energie (Embodied Carbon). Die Ökobilanzierung über den gesamten Lebenszyklus verdeutlicht das Einsparpotenzial: Alternative, nachwachsende Rohstoffe wie Holz verursachen in der Herstellung signifikant weniger Emissionen als klassischer Zement, dessen Primärenergiegehalt etwa viermal so hoch liegt.
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., DIE KLIMARUNDE BAU, 2021

Der Modulbau nimmt eine Schlüsselrolle ein, da die serielle Fertigung auf standardisierten, zerstörungsfrei lösbaren Verbindungen („Design for Disassembly“) basiert. Module können am Ende des Lebenszyklus modernisiert, an neuen Standorten wiederverwendet oder sortenrein recycelt werden, statt abfallintensive Abrissarbeiten zu erfordern. Dies bedient direkt die Anforderungen moderner ESG-Investitionsstrategien, welche durch globale Nachhaltigkeits-Benchmarks heute nachweislich stark institutionell in der Immobilienwirtschaft verankert sind.
Quelle: GRESB, 2025 Real Estate Assessment Results, 2025

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